Indien – Das Land der Kontraste

Erst eine Woche hier und ich habe schon so viel zu berichten… Zunächst einmal von meiner Ankunft und meinen ersten Eindrücken. Der erste Eindruck von Indien ist grau. Obwohl die Menschen (besonders die Frauen) bunte Kleidung tragen, scheint alles grau. Die Luft ist so verschmutzt, das ich bei jedem Atemzug die Gase in meiner Lunge sauere. Nicht nur das es eine depressive Stimmung verbreitet, es verursacht auch Krankheiten. So habe ich mir immer die grausame Zukunft der Menschheit vorgestellt, so wie in Filmen wie Interstellar oder Elysium. Man merkt schnell wie überfüllt das Land ist. Man merkt auch schnell, dass in diesem Land immer noch eine gewisse Feindlichkeit gegenüber Frauen herrscht. Am Flughafen mussten die Frauen in einer extra Kabine abgetastet werden, weg von der Öffentlichkeit. Aber das ist hier das kleinste Problem einer Frau. In Indien leben 927 Frauen zu 1000 Männern. Dieser Unterschied war vor 50 Jahren noch größer. Gerade als Gruppe von Mädchen wird man hier von Männern schamlos angegafft. Eine Anekdote, die wir hier schon oft gehört haben, ist, dass Frauen den gleichen Wert wie Kühe in Indien haben. Das sagt entweder viel über die Ansicht von Kühen oder viel über die Ansicht der Frauen hier aus. So viel zu meinen ersten Eindrücken. Indien ist momentan sehr kalt. Es ist mitten im Winter und ca. 15 Grad. Wie ich gehört habe genau wie in Hamburg?! Auch wenn ich mich in den letzten Monaten an ein wärmeres Klima gewöhnt habe, freue ich mich über wenigsten ein bisschen Weihnachtsstimmung (im Kalten).

So komme ich auch schon von meinen ersten Eindrücken zu unserem Weihnachtsfest. Um ehrlich zu sein hatte ich ein bisschen Angst vor dieser Jahreszeit. Es ist mein erstes Weihnachten, das ich nicht mit meiner Familie feiern und Alle kommen über Weihnachten nach Hamburg. Das macht es nicht gerade einfacher. Zum Glück sassen wir hier alle im selben Boot und haben so versucht die Feiertag möglichst Festlich zu gestallten. Neben Ausflügen zum City Palace Jaipur und zum Amber Fort haben wir unsere Traditionen von zuhause miteinander geteilt. Wir haben zusammen Plätzchen dekoriert (ich habe allen deutsche Weihnachtslieder gezeigt, denn was wäre Plätzchen backen ohne das Weihnachtsbäckereilied?!), haben Weihnachtsfilme geguckt und ich bin um Mitternacht mit 5 anderen in einen Gottesdienst gegangen. Wir hatten gehofft, dass er auf Englisch ein würden, aber wissen wäre in dem Fall doch besser als hoffen gewesen. So haben wir auf Hindi Lieder gesungen und das Vater unser gesprochen. Nichts desto trotz war es ein kleines Stück vertraut und genau das hatte ich mir von dem Gottesdienst erhofft. Da ich ja mit Amerikanern reise gab es die Bescherung erst am nächsten morgen. Wir hatten alle Socken aufgehängt und am Morgen waren magischer Weise gefüllt mit Süßigkeiten UND einem langen langen Brief mit Weihnachtswünschen von Freunden und Familie. Vielen Dank an Alle, die sich daran beteiligt haben! Ich hätte wirklich kein besseres Weihnachtsgeschenk bekommen können. Wobei es gab auch noch ein Paket für mich und neben ein paar neuen T-Shirts (die mittlerweile längst überfällig waren) haben mir Mami und Papi geschenkt, dass Mami mich besuchen kommt, wenn ich in Dc bin. Das war das Einziege, was Eure Weihnachtsgrüße getopt hat. Wir haben ausserdem innerhalb der Gruppe “Secret Santa” gemacht. Ich habe das neue JB Album bekommen (hätte Weihnachten wirklich noch besser sein können??!). Da die meisten ihr Geschenk auf den letzten Drücker besorgt haben und die Shoppingmoeglichkeien begrenzt sind, hat die Hälfte unser Gruppe Spielzeug bekommen. Mit der Knete wurde dann erstmal beim Brunchen gespielt (siehe Bild). So viel zum erwachsen werden. Am Nachmittag konnte ich noch mit Freunden und Familie skypen. Es tat echt gut mal wieder ein paar Updates aus Hamburg zu bekommen.

Ich muss sagen nach meinem ersten Eindruck von Indien war ich wahnsinnig nervös in die Gastfamilien zu gehen. Dieses mal teile ich ein Zimmer mit Hannah. Auf dem Weg zu unseren Gastfamilien haben wir einen “Unfall” mit einem Motorrad gehabt und sind 1 1/2 Stunden durch die Nachbarschaft gefahren, weil die Adresse meiner Gastfamilie falsch war. Die Anführungszeichen kommen daher, dass wir zwar mit einem Motorrad ein wenig zusammen gekracht sind, aber niemand verletzt war. In Indien würde man das also nicht als Unfall bezeichnen. Meine Nervösität ist dadurch aber nicht gerade weniger geworden. Zum Glück war meine sie völlig unbegründet. Meine Gastfamilie in Indien ist definitiv eine ganz andere Erfahrung, als die die ich in Ecuador und Thailand hatte. Wir haben fliessendes Wasser, eine normale Toilette und ich habe mein eigenes Bett. Nicht nur das, sondern in dem selben Bett hat auch Kate Winslet für einen Monat geschlafen. Wie kommt das? Die Mutter von meiner Gastmutter, die leider schon verstorben ist, wurde zu ihren Lebzeiten als “Hollywoods Yoga Mom” bezeichnet. Wie war einer der begehrtesten Yoga Gurus. Eine Schülerin von ihr war Kate Winslet. Meine Gastmutter lebt mit ihrem Mann, Son, 2 Schwestern und einem Bruder. Alle sind, ich würde sagen, Charaktere. Es ist eine sehr gebildete Familie und alle haben eine sehr extreme und starke Meinung (in den nächsten Wochen werde ich mit Sicherheit noch ein paar Beispiele von diesen Meinungen geben). Um einen kurzen Überblick über die Familie zu geben:

Meine Gastmutter (mitte 40) heisst Shiva. Sie war die erste indische Frau, die jemals einen Soundtrack für einen Hollywood Film gemacht hat. Sie hat in “Holy Smoke” Sitar gespielt und dazu gesungen.

Mein Gastvater (mitte 40) ist Manager einer indischen IT Firma.

Mein einer Gastonkel, Atul (bitte 50), macht Yoga und Yoga Heilung. Vor einigen Jahren hat er noch die Welt bereist, Kolumnen geschrieben und Interviews gegeben, jetzt (so sagt er) ist ihm der Ruhm egal. Er möchte sich vollkommen auf sich selbst und auf Yoga konzentrieren. Er sagt, er ist in den letzten Jahren so viel unabhäniger von materiellen Dingen geworden und das macht ihn sehr glücklich. Er ist mit abstand derjenige, der am meisten in dieser Familie redet. Er hat eine sehr bestimmte Meinung und ich bin mir sicher ihr werdet noch viel über ihn in den nächsten Wochen hören. Auch wenn ich mit manchen seiner Meinungen nicht übereinstimme, ist er ein sehr gutherziger und sehr interessanter Mensch.

Meine eine Gasttante, Abba (anfang 60), Ist Professoren und bringt Lehrern das Unterrichten an der Universität in Jaipur bei. Sie ist wahnsinnig bemüht um uns und eine super liebevolle Frau.

Meine ältere Gastmutter, Asha (oder so ähnlich; ende 60), war Musikprofessorin. Sie weis ausserdem wahnsinnig viel über Gandhi, den ihre Mutter btw. mal getroffen hat.

Und dann ist da noch mein Gastbruder Kernik (9). Ihn habe ich noch nicht so richtig kennen gelernt. Das wird sich in den nächsten Wochen bestimmt noch ändern.

Also ich habe heir viele super nette und interessante Leute kennengelernt. Alle haben immer viel zu sagen und das kann manchmal ein wenig überwältigend sein. Ich hoffe ich habe ich euch damit jetzt nicht verwirrt.

Das letzte wovon ich noch kurz berichten möchte, ist die Schule in der ich unterrichte. Wir haben 400 Schüler in unsere Schule. Ich habe keine Ahnung wie diese ganzen Kinder in das Gebäude passen und irgendwie tuen sie das auch nicht ganz. Ich habe heute z.B draussen unterrichtet. An der Aussenwand vom Gebäude ist eine Tafel angebracht und das soll dann den Klassenraum darstellen. In den Klassenräumen ist es aber auch nicht wirklich anders. Kaum ein Klassenraum hat Stühle, Tische oder Bilder an den Wänden. Nur ein leerer Raum mit einer Tafel. Als Stundenplan und Vorgaben haben wir den Auftrag bekommen Englisch und Mathe zu unterrichten. Wenn wir fragen “Was sollen wir denn konkret Unterrichten?” wird uns gesagt, dass es eigentlich egal ist. Wir können also machen was wir wollen. Auf der einen Seite ist das super, weil wir unseren eigenen Stundenplan kreieren können und Inhalte mit eigenen Ideen kombinieren können. Auf der anderen Seite fühle ich mich equipt für die Bildung von 20 Kindern verantwortlich zu sein. Die Kinder sind alle super süss und sehr interessiert am Unterricht. Wir werden sehen, was ich jetzt in den nächsten Wochen daraus machen werde.

Viele viele Eindrücke und alles ist so verschieden. Ich hoffe ich schaffe es in den nächsten Wochen, diese Eindrücke alle zu verarbeiten und einzuordnen. Ich werde auf jedenfalls weiterhin berichten und freue mich schon sehr auf die nächsten Wochen in Indien und bin gespannt was noch so kommt.

Bis dann, Juli

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The Kingdom of Cambodia

So… Das meiste habt ihr ja schon durch die Fotos erfahren. Eine Sache habe ich aber nicht dokumentiert. “The Killing Fields” in Phnom Penh. Gleich an unserem ersten Tag in Kambodscha haben wir uns die schrecklichen Massengräber angeguckt. Fuer die, die es nicht wussten: Kambodscha war ab 1975 unter der Herrschaft der kommunistischen Roten Khmer angeführt von Pol Pot. Deren Ziel war eine landschwirtschaftliche Utopie. Die Khmer Rouge haben 3 Millionen Menschen (1 drittel der Bevölkerung) in weniger als 5 Jahren getötet. Sie hatten es auf die Intellektuellen abgesehen, denn sie waren sich sicher, dass gebildete Menschen Staatsfeinde waren. Ihre Philosophie war “Dich zu verlieren ist kein Verlust, dich zu behalten ist kein Gewinn” oder “Es ist besser einen Unschuldigen zu töten, als einen Feind am Leben zu lassen.” Das Aussmass dieser Philosophien haben wir an diesem Tag zu Gesicht bekommen. In dem Denkmal, was wir uns angeguckt haben, wurden über 70.000 Schädel und andere Knochen ausgestellt. Jeder dieser Menschen hat ein Leben in einem der “Killing Fields” in Kambodscha verloren. Unser Tour Guide Bun, hat diese schrecklichen Zeiten an seinem eigen Leib miterlebt. Er war Kindersoldat unter dem grausamen Regime. Nichts desto trotz ist Bun einer positivsten und optimistischter Mensch den ich je getroffen habe. Wie er das macht? Buddhismus. Nachdem die Roten Khmer entmachtet wurden, entschied Bun, das auch für ihn ein neues Kapitel anfangen sollte, und er floh vor seinem Militärdienst. Er wurde Mönch, lernte Englisch und lehrte schliesslich Englisch und Geschichte an einer Schule. Nun ist er Tourguide und umreist die Welt. Sein Lieblingssatz ist “No Ploblem” und seine Lieblingszahl 7. Seine Geschichte verbunden mit den Eindrücken des Landes waren echt eine eindrucksvolle Kombination. Zu diesen Eindruck kam die Atmosphäre der Strassen noch dazu. Man sieht wie Kambodscha immer noch unter der Geschichte leidet. Die Hälfte der Bevölkerung ist unter 20 Jahre alt und man findet Strassenkinder an jeder Ecke. Abgesehen vom Tourismus hat das Land kaum eine Einnahmequelle.

Die moderne Geschichte Kambodschas war also Inhalt meiner Tage in Phnom Penh. Die letzten 4 Nächte haben wir in Siem Rief verbracht. Dort haben wir über die antike Geschichte Kambodschas gelernt, und diese ist wirklich viel heiterer. Denn bevor Pol Pot an die Macht kam was Phnom Penh (die Hauptstadt von Kambodscha) das sogenannte Paris von süd-ost Asien. So hat uns Bun erzählt, dass vor dieser Terrorherrschaft ein Lehrer 1000$ im Monat verdient. Nun verdient ein Lehrer nur noch 100$ im Monat. Das Bildungssystem ist aber nur eines der vielen Probleme von Kambodscha. In diesem Teil wollte ich aber eher von den positiven Seiten Kambodschas berichten. Die Architektur von Anker Wat und einfach die Größe dieses Temples ist atemberaubend. Von diesem Teil meiner Reise habt ihr das meiste ja schon durch meine Bilder erfahren und gesehen. Wir haben einen wunderschönen Sonnenaufgang vor Ankor Wat sehen können, und haben uns die Ruinen dort angeguckt. Wir haben einen Zirkus besucht und Bun hat uns zu seinem Haus, in dem er ein B&B hat. Bun hat unsere Reise nach Kambodscha echt zu einer besonderen gemacht. Ich kann allen nur empfehlen sich dieses Land anzugucken. Die Geschichte in all ihren Facetten ist wirklich beeindruckend. Ich hoffe nur, dass wir alle von diesen Ereignissen lernen können.

Mein nächster Stop ist Indien.

Ich wünsche Allen schöne Feiertage und mein nächstes Update kommt bald,

Bis dann, Julia

Bilder aus Kambodscha

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Tschuess sagen am Flughafen von Chiang Mai in Form einer „Cinnamonrole“. Fragt mich nicht warum wir das am Flughafen gemacht haben. Trotzdem nochmal vielen Dank an unsere Partner Organisation ISDSI und PiiYiep, die uns wahnsinnig viel mit der Kommunikation mit unseren Gastfamilien in Thailand geholfen hat!

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Twinning am Flughafen. Phnom Penh here we come!

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Der Royal Palace in Phnom Penh, Kambotscha. Die Hosen, die wir an hatten, sind kein neues Fashionstatment, sondern wir mussten die anziehen, um dem Koenig Respekt zu zollen. Wir haben uns aber dennoch sichtlich wohlgefuehlt!

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An unserem letzten Abend in Phnom Penh haben wir eine Bootstour gemacht. Eine Sache habe ich mich als Hamburgerin doch gefragt. Wo ist der Hafen der Hauptstadt?

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Der Sonnenaufgang in unserer zweiten und letzten in Station Kambodscha, Siem Reap. Mein Winkel war zwar nicht der beste aber, wenn man genau hinguckt kann man Angkor Wat erkennen.

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Ta Prohm im Morgengrauen.

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An unserem Ziel angekommen… Angkor Wat!

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Am Abend haben wir einen Zirkus besucht. Dieser Zirkus ist nicht einfach irgendein Zirkus. Er findet eine Beschaeftigung fuer Strassenkinder, bildet sie aus bis sie dann wenn sie Eltern sind performen koennen. Es war eine Kombination aus Elementen, die ich aus Herrn Luedemanns Theaterunterricht kenne, und Akrobatik. Falls ihr nach Siem Reap kommt, ist das auf jeden fall sehenswert!

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Am naechsten Tag hat uns unser Tourguide sein Haus gezeigt. Er ist wahnsinnig stolz darauf und das kann er auch sein! Ihr werdet in meinen naechsten Eintrag noch mehr ueber ihn erfahren, aber er ist durch viel durchgegangen und trotzdem einer der meist lachenden und energiegeladesten Menschen die ich kenne. Wir haben ins seinem Dorf Volleyball mit Kambodschanern gespielt und der hat uns allen Essen gemacht. Boon ist echt weltklasse!

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Heute habe ich mir noch Angkor Thom angeguckt, damals die Hauptstadt von Angkor. Heute Abend gehen wir in eine Karaoke Bar und das wars dann auch schon mit Kambodscha. Meinen Eindruck von dem Land werde ich einem weiteren Eintrag noch festhalten.

Bis dann, Julia

The Story of Rice

Hier ist eins unsere Medien Projekte. Auch wenn ich nicht an der Produktion beteiligt war, waren das auch meine Erlebnisse der letzten Wochen in Thailand. Mein Projekt ging ein bisschen konkreter um die Frage, Warum so viele Jugendliche von den Doerfern in die Staedte ziehen und was das fuer Konsequenzen hat. Vielleicht poste ich das spaeter ja auch nochmal. Aber in diesem Projekt wurde die harte Arbeit und der lange Prozess festgehalten, der in Reis steckt. Viel Spas beim Anschauen!

Reis – Mein Leben in den letzten 4 Wochen

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Danke Mami ❤ #18+1

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Beim Farmers Market mit unseren Gastfamilien

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Kurzer Zwischenstop in der Mall in Chiang Mai

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(der King hat Geburstag)

Mein Zuhause in den lezten 4 Wochen

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(Unser Bett fuer 3)

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Die Gemuesegaerten und Reisfarms unserer Familien

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Der letzte Tag mit unseren Gastfamilien (Ein traenenreicher Abschied)

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Ein unbeschreiblich schoener lezter Tag in Chiang Mai

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(Wusstet ihr, dass Elephanten an ihren Fuessen schwitzen?)

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Wir sehen uns dann in Kambotscha, Liebe Gruesse Julia

Organic Farming in Thailand

So meine lieben,

Bisher habe ich euch ja nur eine visuelle Übersicht über meine Zeit in Thailand gegeben. Jetzt habe ich endlich die Zeit gefunden meine Erfahrungen auch in Worte zu fassen. Unsere Zeit hier begann mit ein paar kurzen Tagen in Chiang Mai. Kurz, weil alle einen Jetlag hatten und ich dazu auch noch krank war. Trotzdem hatte ich die Möglichkeit den “Night Market” zu erkunden, mein erstes Pad Thai zu essen (was übrigens mein Lieblingsthaiessen ist) und ein wenig über thailändische Kultur und die Sprache zu lernen.

Allein an der Sprache kann man schon die Mentalität der Thailänder erkennen. Zu Jemandem, der älter ist, muss man “Pii” vor den Namen setzten und bei Jemandem, der jünger ist “nong”. Die Beziehung zu anderen Menschen ist in Thailand also in einen ganz klaren Kontext gestellt. Meine Gastmutter spreche ich also mit “Mae” was Mutter bedeutet an und meinen Gastvater spreche ich mit “Po” an, und drei mal dürft ihr raten was das bedeutet… Eine weitere Sache, die wir über die Kultur in Thailand lernen mussten ist, dass es respektlos ist Knie und Schultern zu zeigen. Man kann es zwar machen (gerade als Tourist in Grossstädten) aber dann ist man für einen Thailänder nicht im Kreis des Vertrauens. Man ist einfach ein Mensch der in das Land kommt zu dem man keine Beziehung hat und gegenüber dem man keine Verpflichtungen hat. Das ist natürlich nicht unsere Intention. Daher konnte ich meine Shorts und Tops gleich im Rucksack lassen. Das höchste Ziel eines Thailänders ist es die gemeinschaftliche Harmonie zu bewahren. Um das zu tun muss man “jai yen” sein, was so viel bedeutet wie mild, relaxed, nicht leicht aus der Ruhe zu bringen und entspannt. Wenn einem Thailänder also etwas nicht passt, geht er nicht wutentbrannt zu dir hin und erzählt dir was ihn stört, er erzählt es einem gemeinsamen Freund, sodass er es dir erzählen kann. Ganz einfach um Konfrontationen zu meiden. So kam es, dass unsere Gastmutter zu unser thailändischen Betreuerin gegangen ist, um ihr zu erzählen, dass sie sich unwohl fühlt wenn Jungs bei uns im Zimmer sind. Die Betreuerin ist daraufhin zu einem anderen Schüler gegangen, der nicht involviert war, sodass dieser uns erzählen konnte was los war. Um ganz ehrlich zu sein ich kann damit nicht so gut umgehen. Ich sehe nicht den Sinn darin es über drei Ecken zu klären, wenn man doch direkt mit der Person ein viel aufklärenderes Gespräch haben kann. Aber gerade das ist ja der Sinn der Sache, wenn man in einer Gastfamilie lebt. Die Kultur wirklich hautnahe mitzuerleben und sie zu respektieren. Soviel also zu dem was wir über thailändische Kultur gelernt haben, und was für Erfahrungen ich damit persönlich gemacht habe.

Nach unserem Aufenthalt in Chiang Mai, waren wir für eine Woche in den Bergen von Chiang Mai Province bei der Organisation UHDP. UHDP ist eine Organisation, die sich für nachhaltige Landwirtschaft interessiert und mit lokalen Dörfern und Gemeinden arbeitet, um deren Landwirtschaft profitabler machen und sie über die negativen Auswirkungen von industrieller Landwirtschaft (z.B. Monocrops) zu informieren. Viele Framer in Thailand sind von großen Konzernen abhängig. Wenn ein Farmer mit einer großen Firma zusammenarbeitet produziert er nicht nur für die Firma, er muss auch sämtliche Pestizide und Maschinen von den Firmen kaufen um deren Ansprüchen gerecht zu werden. So gerät ein Farmer in einen immer größer werdenden Berg aus Schulden, die er oft nicht mal mit seinem profit an seinem Produkt wieder abbezahlen kann. Genau so geraten immer mehr Bauern in die Abhängigkeit von Grosskonzernen. Daher promoviert UHDP “Organic Farming”, wo man als erstes für sich und seine Familie produziert, sodass man kaum ausgaben hat, und wo man seinen Kompost und Pestizide selbst und ohne Chemikalien herstellt. Hinzu kommt, dass eine organischer Landwirt seine Produkte meistens selbst auf dem Markt verkauft und so komplett unabhängig von Firmen ist.  Auf dem Gelände von UHDP, wo wir auch geschlafen haben, war ein “Agroforest”, der sich wie ein normaler Wald verhält und wie ein normaler Wald aussieht, aber für menschliche Zwecke gemacht wurde, um z.B. Möbel aus dem Holz oder Nahrung aus den Pflanzen zu machen. Aus dem Wald und den Schweinen und Fischen, die auch auf dem Gelände leben, haben wir ein Essen für 20 Personen gekocht. Es ist wirklich erstaunlich, was man alles verwenden kann. Wusstet ihr das man die Baumrinde eines Marakujabaumes zum würzen benutzen kann? Ich auch nicht, aber es schmeckt wirklich gut. Der Grund für unseren Aufenthalt bei UHDP war aber nicht das Kochen, sondern wir sollten über nachhaltige Landwirtschaft informiert werden. Neben den Informationen über die Vorteile von “organic Farming” lernten wir also wie man einen Acker umflügt, wie man die Samen von Keimen befreit, wie man einen Kompost ohne Chemikalien macht und wie man Pestizide aus rein Naturellen Stoffen herstellt. Eine Sache haben sie jedoch vergessen uns bei zu bringen: Wie man Reis erntet, denn das wird alles sein was wir uns unseren Gastfamilien machen werden. Neben der Arbeit hatten wir auch wieder Seminare. In Ecuador haben wir viel über die Umwelt gelernt in Thailand ist unser Thema “Sustainable Agriculture”. Die erste Frage, die wir dafür beantworten ist: “What is your relationship to food?”. Als erstes dachte ich einfach, ich esse gern und lecker. Aber wenn man länger darüber nachdenkt ist es doch relativ wichtig sich bewusst zu machen, was man isst, wo es her kommt und was für Auswirkungen das hat. Wir sprechen darüber, warum Landwirtschaft so schädlich für die Umwelt und so inprofitabel für die Farmer geworden ist. Wir versuchen die Verbindung zwischen Produzenten, Produkten und Konsumenten zu verstehen. Und wir wollen herausfinden was man verändern muss um Landwirtschaft wieder nachhaltig zu gestellten. Das interessante ist, dass dieses Thema ganz eng mit der Umwelt verbunden ist. Ich bin mal gespannt, in wiefern die nächsten beiden Länder Indien (Education) und Südafrika (Health Care) mit unseren vorherigen Themenbereichen zusammenhängen.

Ich habe ja schon ein bisschen von unser Gastfamilie im Kontext mit thailändischer Kultur berichtet, aber ich möchte mir nochmal die Zeit nehmen von unserem Alltag zu berichten. Wir leben in einem relativ großem Haus mit 5 Räumen: Die Küche, die offen nach draussen ist, das Wohnzimmer in dem das einzige Mobiliar ein Schrank voller Teddiebaeren und ein Fernseher ist, das Zimmer unser Gasteltern, das Badezimmer mit einer Squattoilette und einem grossem Eimer voller Wasser zum Duschen und unser Zimmer, das von einem Doppelbett komplett eingenommen wird indem wir zu dritt schlafen. Es ist also ähnlich wie die Situation in Ecuador: Sehr einfach aber genug. Man fragt sich jetzt vielleicht wo wir essen und das ist ein weiterer Teil der thaillaendischen Kultur. Wir essen auf dem Boden mit Händen aus Gemeinschaftstellern. Am Anfang war das wirklich ein bisschen komisch, aber man gewöhnt sich schnell daran. Woran ich mich nicht gewöhnen kann ist das rohe Schweineblut und die Hühnerfüße, die unser Gastvater immer isst. Auch der Reis, der in jeder Art und Weise zu jedem Essen dazu gehört und das Hühnchen mit Gemüse zum Frühstück ist mehr als gewöhnungsbedürftig. Aber das gehört nun mal zu der Erfahrung dazu. Wir stehen hier gegen 7 auf, essen Frühstück, gehen zu einer Reisfarm von irgendeiner Gastfamilie, ernten Reis kommen nachhause um Mittag zu essen, haben Nachmittags Seminare, thai Unterricht oder arbeiten an unseren Media Projects und Abends essen wir mit unserer Familie und fallen dann gegen 8 todmüde ins Bett. Ausserhalb von diesem Alltag waren wir zwei mal mit unserer Gastfamilie beim Markt und haben deren Sachen verkauft. Unsere Familie besitzt nämlich nicht nur eine Reisfarm, sondern auch Schweine und einen Gemüsegarten. Aber nicht so einen Gemüsegarten wie Papis zuhause, der wenn wir Glück haben mal eine Tomate und ein paar Pfefferminzblätter hervorbringt, sondern Gemüsefelder, die mehrere Menschen ernähren könnten. Vor zwei Wochen war ausserdem das Lanternfestival. Ich glaube aber, dass die Bilder da eine bessere Beschreibung waren. Das gleiche gilt für unseren Independent Student Travel nach Chiang Rai. Falls ihr Thailand mal besuchen kommt, guckt euch den weissen Tempel an. Von aussen pure Schönheit und Innen kann man gesellschaftskritische Wandmalereien betrachten, die unsere heutigen gesellschafts-politischen Probleme mit einer buddhistischen Lebensphilosophie verbindet.

Thailand als Land ist wirklich sehenswert. Meine Erfahrung mit der Gastfamilie war im Vergleich mit Ecuador leider nicht ganz so intensiv. Ich weis nicht ob es daran lag, dass ich noch weniger Thai als Spanisch sprechen konnte oder daran dass wir keine Gastgeschwister hatten mit denen man sich auch meistens ohne Sprache mehr als gut verständigen kann. Ich habe dennoch viel gelernt und gerade die Gemeinschaft des Dorfes war beeindruckend. Man arbeitet hier nicht nur auf seiner eigenen Farm, sondern man wechselt sich jeden Tag mit dem Ernten einer Farm ab. Dieses gemeinschaftliche Arbeiten und eine gewisse Selbstlosigkeit war sehr überraschend und fast neu für mich. Ich weiss jetzt wie viel Arbeit in der Produktion von Reis und unserem Essen generell steckt und konnte alles hautnahe miterleben. Ich konnte miterleben, was für Vorteile nachhaltige Landwirtschaft nicht nur für die Umwelt, sondern auch für den Bauern hat. Ich bin wahnsinnig dankbar diese Erfahrung mal gemacht haben zu können, denn wann werde ich jemals wieder auf einer Reisfarm in Thailand lernen was Essens- bzw. Reisproduktion eigentlich bedeutet?

Ihr werdet von mir als nächstes wieder aus Kambodscha hören, Bis dann Julia

Bilder aus Thailand 2.0

Hallo ihr Lieben,

Ich bombadier ich euch einfach mal wieder mit Bildern.

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Ein overload an Bildern von unserer Vorbereitungswoche @UHDP.

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Auf dem Weg zu unseren Gastfamilien haben wir einen Lunchbreak eingelegt. Restaurant kann man das kaum nennen. Man hat sich wie im Paradies gefuehlt. Und ja ich trage eine Krone. Die habe ich zum Geburtstag bekommen. Leider leider hat sie nicht mehr in meinen Rucksack gepasst, daher musste ich sie tragen. 😉

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Das erste Bild vor dem Haus unserer Gastfamilie. Meinen beiden entzueckenden Roommates Rachel und Zuzu. Wir teilen uns ein kleines Doppelbett zu dritt, sodass wir quer liegen muessen und unsere Fuesse ein bisschen rausgucken. Und das wir wieder eine Squattoilet und Bucketshower haben, habe ich schon erwartet. Aber unsere Familie ist super suess. Leider haben wir keine Gastgeschwister, aber unser Gastvater versucht uns ganz begeistert gleichzeitig Thai und den nordischen thaillaendischen Aktzent (der eine komplett andere Sprache ist) beizubringen. Das ist dann auch immerschon das Gespraechthema waehrend jedem Essen, aber das macht nichts da unsere Gasteltern wirklich super herzliche Menschen sind.

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Gut gemeint haben sie die „Plantains“ (ich weis immernoch nicht was man auf Deutsch dazu sagt). Man kann sich das wie einen grossen Klumpen Brot vorstellen. Den haben wir am ersten Abend nach dem Abendbrot als „Snack“ noch bekommen. Weil wir nicht unhoefflich sein wollten haben wir uns alles aufgegessen. In dieser Nacht lag mir echt ein grosser Stein im Magen.

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An unserem ersten Tag vor der Arbeit. (Die Huete muessen wir tragen sonst verbrennt man sich komplett. Es ist also kein Fashionstatement).

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Das sind alles Bilder von unseren bisherigen Arbeitstagen. Wir Arbeiten (anders als in Ecuador) mit allen Gastfamilien jeden Tag zusammen auf deren Farms. Wir ernten Reis. Das bedeutet die langen Straeucher mit einer Machete abschneiden. Das Stroh zusammen binden und es dann auf eine grosse Plastikplane hauen, sodass der Reis abfaellt. Es ist wahnsinnig cool zu sehen wie viel Arbeit diese Menschen in unser Essen stecken. Man koennte heutzutage natuerlich auch Maschinen benutzten und 100 mal so schnell ernten, aber ich fange hier an zu verstehen, was es fuer einen Wert fuer deren Gemeinschaft als Dorf hat zusammen zu arbeiten und sich gegenseitig sich unter die Arme zu greifen. Man hat das Gefuehl, dass diese Mentalitaet in unser Geselltschaft immer mehr verloren geht und das gegenseitige Helfen an Wert verliert. Uns ist es mittlerweile am wichtigsten die moeglichst groesste Effizienz zu erreichen. Aber das um jeden Preis? Gibt es nicht andere Dinge die wichtiger sind? Ich habe leider selber keine Antwort aber das sind zwei von tausenden Fragen, die ich mir hier auf meiner Reise stelle.

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Hier ein Bild wie wir essen. Es gibt bei uns naehmlich keinen Tisch und keine Stuehle. Ist halt einfach wirklich eine andere Kultur.

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An unserem letzten Tag vor diesem Wochenende war das Lantern Festival. Wir haben der Community geholfen alles zu schmuecken, waren bei einer Zeremonie im Temple dabei und haben selber Kartongs gebastelt. Am Abend haben wir diese dann im Fluss in der naehe von unserem Dorf schwimmen lassen.

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Dieses Wochenende hatten wir unseren Independent Student Travel (IST). Da am Donnerstag Thanksgiving war ich ja mit 15 Amerikanern reise waren wir am Tag vorher in Chiang Mai und haben zusammen gefeiert. Thanksgiving hat sich mit dem (in Chiang Mai dreitaegigen) Lanternfestival ueberschnitten, sodass wir einen echt schoenen Abend sogar mit Feuerwerk hatten.

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Ich bin mit meiner Gruppe nach Chiang Rai gefahren. Wir haben uns den white Temple angeguckt und das black House.

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Wahnsinnig viele Touristen…

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…und wir sind 10 davon. Der weise Tempel war wirklich pure Schoenheit, in dem innen drin geselltschaftkritsiche Zeichnungen waren.

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Die goldene und angeblichst schoenste Toilette der Welt.

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Unser Mittagessen.

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Und das gegenteilige black House, was ein bisschen verstoerend war.

Nach einem wunderschoenen Wochenende geht es wieder zurueck in unsere Gastfamilien. Weitere zwei Wochen dort und dann geht es nach Kambotscha. Internet ist hier leider noch limitierter, daher entschuldigt bitte wenn ich mich sehr kurz fasse und auch nicht oft berichten kann. Ich geb mein Bestes…

Bis dann, Julia

Die ersten Bilder und Eindrücke aus Thailand

Das was ich bisher von Thailand gesehen habe ist echt wunderschön. In den ersten drei Tagen waren wir in einem Hostel in Chiang Mai City. Wir haben uns die Stadt angeguckt, einen ersten Eindruck von unserem Projekt hier bekommen und ein wenig Thai gelernt. Am ersten Abend waren wir alle um 8 im Bett, da wir wahnsinnig erschöpft von unserer 52 Stunden Reise waren. Am nächsten Abend habe war ich mit ein paar Freundinnen auf dem Night Market…

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Viel mehr konnte ich in Chiang Mai leider auch gar nicht machen, da ich einen Tag krank war. Zum Glück hatten wir Internet und ich konnte das erste mal wieder so richtig mit meiner Familie sprechen.

Nach den drei Tagen in Chiang Mai sind wir weiter nach draussen in die Berge gefahren. Hier wohnen wir jetzt in einem Gasthaus von unserer Organisation. Wir leben hier direkt neben einem Agroforst. Ein Agroforest ist ein Wald in dem man versucht nachhaltig Bäume zu pflanzen. Ganz genau muss ich zugeben weiss ich es auch noch nicht… Auf jedenfalls ist es wunderschön hier:thumb_IMG_6186_1024thumb_IMG_6245_1024thumb_IMG_6250_1024thumb_IMG_6309_1024thumb_IMG_6314_1024thumb_IMG_6340_1024thumb_IMG_6347_1024thumb_IMG_6354_1024thumb_IMG_6431_1024thumb_IMG_6432_1024thumb_IMG_6444_1024

Am Samstag haben wir typisches thailändisches Essen gekocht. Alles was wir gekocht haben Stammt von dem Agroforest, zu dem auch ein kleiner Bestand an Schweinen und Fischen gehört.

Wir haben die Fische gefangen und ausgenommen.

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Wir haben die Rinde von einem Passionsfruchtbaum genommen und mit dem Schweinefleisch und anderen Kräutern zusammen gemixt und geräuchert. Am Ende hatten wir ein sehr leckeres Essen.

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Am Sonntag waren wir bei Heisswasserquellen. Es war wie in einem Traum. Aber seht selbst…

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Heute haben wir auf dem Feld gearbeitet. Wir haben gelernt wie man am besten einen Acker bewirtschaftet. Es war wahnsinnig weis aber hat sehr viel Spas gemacht.

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Sobald ich hier mehr erlebt habe werde ich wieder berichten. Nächste Woche bekommen wir unsere Gastfamilien und ich bin mal sehr gespannt wie das wird. Angeblich ich sind die Thailänder sehr konservativ (in unserem Sinne). Das bedeutet keine kurzen Hosen und Röcke und nicht einmal Händchen halten mit Jungs. Mal sehen aber ich freue mich auf eine neue Erfahrung.

Bis dann, Julia


		
			
					

Meine Wanderung durch die Andes

4700 m.ue.M., ca. 30 km, 16 Stunden wandern, 4 Tage, Schnee, Gletscher, Wolken, Sonne, Regen, ein wunderschöner Sternenhimmel, Sternschnuppen, – Grade, bei 0 Grad Celsius im Zelt schlafen, 1.000 Blutfliegen, Heisswasserquellen und 2 Städte. Das ist meine Reise durch die Bergekette Andes in Peru. Unser Ziel: Machu Picchu! Bevor ich aber von der Wanderung erzähle, fange ich lieber von vorne an.

Nachdem wir die Tsa’chila verlassen haben, haben wir ein paar Tage in Bua verbracht. Endlich zurück in der Zivilisation. Das absolute Highlight meiner Tage in Quito war, dass John mich besucht hat. Für die, die es nicht wissen: John ist ein sehr guter Freund aus meiner Schulzeit. Es tat also gut mal wieder ein alt vertrautes Gesicht zu sehen und vor allem mal wieder ein bisschen Deutsch zu sprechen. Wir haben Stunden lang im Caffe gegessen und uns unterhalten, die Stadt erkundet und waren Abends feiern. Wir hatten also eine super Zeit zusammen außer, dass mein Portemonnaie geklaut wurde. Daher durften wir einen Abend einen Polizeireport beantragen. Also ein Tipp fürs feiern in solchen Städten: Bauchtasche! Nach 3 Tagen in der ecuadorianischen Hauptstadt ging es dann endlich in unser 2. Land. Peruuuu!

Die ersten beiden Nächte haben wir in der Stadt Cusco verbracht. Eine wunderschöne kleine gemütliche Stadt, die allerdings auch sehr touristisch ist. Wir hatten Glück und in der ersten Nacht, wo wir da waren, war Halloween. Da natürlich keiner von uns Kostüme dabei hatten, sind wir einfach alle als suuper gruselige Katzen gegangen. Wir hatten auf jeden fall viel Spaß die Stadt auch am Abend zu erkunden. Am nächsten Tag haben wir die Stadt erkundet und unsere Freizeit genossen indem wir lecker Essen waren und gechillt haben.

Am Abend sind wir alle früh ins Bett gegangen, denn es ging am nächsten morgen um 5 Uhr morgens los. Wir fuhren 4 Stunden zu unserem Startpunkt. Als erstes habe ich mich umgezogen, als wir angekommen sind. Es war EISKALT! An den Bildern erkennt man vielleicht wie kalt es war. Ich hatte 5 Schichten an und mir war immer noch kalt. Der erste Tag wandern war am härtesten. Wir sind 8 Stunden gewandert. 5 Stunden hoch auf 4600 m Höhe und 3 Stunden runter. Ich hätte nicht gedacht, dass die Höhe so einen Einfluss auf meine Fitness hat. Vielleicht hat auch der Fakt, dass ich die letzten 6 Wochen kaum Sport machen konnte, einen Einfluss auf meine Fitness. Wir haben nach 4 Stunden wandern ein Zelt aufgeschlagen, um zu essen. Die Erleichterung, die ich gefühlt habe als ich an unserem Campingplatz angekommen bin, ist unbeschreiblich. Auf der einen Seite war mir sooo kalt, auf der anderen Seite war ich so erleichtert, das ich es endlich geschafft hatte. Ich habe vergessen zu erwähnen, dass wir an Gletschern vorbei gewandert sind. Es war wirklich sehr beeindruckend. Genau zu diesem Blick bin ich dann auch am nächsten Morgen aufgewacht. Diese Nacht war im Zweifel die kälteste Nacht meines Lebens.

Der nächste Tag war wesentlich entspannter. Wir sind nur 4 Stunden gewandert, es war nicht ansatzweise so kalt wie am Tag zuvor und die meiste Zeit sind wir runter gewandert. Unser Ziel an diesem Tag waren Heisswasserquellen. Der einzige negative Aspekt an diesem Tag waren die 1000 Mücken und Blutfliegen. Sehr aggressive Viecher. Diese Nacht war trotzdem wesentlich angenehmer.

Am nächsten Tag war unser Ziel die kleine Stadt Aguas Calientes. Wir sind 4 Stunden neben Bahngleisen entlang gewandert. Der Ausblick war unglaublich. Aguas Calientes ist eine kleine Stadt direkt neben dem Machu Picchu. Ich glaube es gab kein Gebäude das nichts mit Tourismus zu tun hatte. Ich muss sagen das war schöne an der Reise. Das man nicht unter 100 Touristen war. Das hat sich an diesem Tag leider geändert. Wir hatten nichts desto trotz einen schönen Tag in Aguas Calinetes. Wir haben lecker gegessen typische Alpaka Sweatshirts gekauft und wir haben uns alle eine Massage für 10 Euro gegönnt. Es war also ein super Tag.

An unserem letzten Tag sind wir endlich zum Machu Picchu fahren. Es war wunderschön. Es ist echt unglaubliches was die Inkas damals schon gebaut haben.

Ich hatte eine super Zeit in Peru und hoffe, dass ich irgendwann mal die Chance habe wieder zu kommen. Die Landschaften, die ich in der letzten Woche gesehen habe sind unbeschreiblich! Ich hoffe ihr habt eine gute Vorstellung durch die Bilder und die Beschreibung bekommen koennen. Ich bin jetzt in Thailand und freue mich schon eine weitere Kultur kennen zu lernen.

Bis dann, Julia

Bilder aus Peru

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Meeting John in Quito. It was so nice to see him! And yes I went out with the lines on my face…

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The volcano Cotopaxi in Quito.

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Cusco

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Halloween in Cusco

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Cusco during the day, at the evening and at night…

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Getting ready for the hike…

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Ready for the hike!!!

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Our first day on the hike. It was freezing!

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Our beautiful campsite next to a glacier on that night… (SOOOO COLD)

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The landscape on our second day. Not nearly as cold and hard as the first day.thumb_IMG_6015_1024

Our hike on the third day. Pretending to be airplanes… Don’t ask why.thumb_IMG_6039_1024thumb_IMG_6049_1024thumb_IMG_6032_1024

Aguas Calientes

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And finally Machu Picchu!!!

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The morning before our 52 hour journey at 5am to Thailand.

I will update the written report in the next day. Thailand is awesome so far.

See you soon, Julia